Terrassenplatten mit Grünbelag in Köln-Rodenkirchen nach der Heißwasserreinigung
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Ratgeber

Algen auf Pflaster entfernen: was hilft und was schadet

Grüne Ränder an den Fugen, glitschige Stellen nach dem Regen: Algen auf Pflaster sind lästig und bei Nässe gefährlich. Woher der Belag kommt und welche Tipps aus dem Netz mehr schaden als nutzen.

Wer Algen auf Pflaster entfernen will, steht meist vor einer Einfahrt oder einem Gartenweg, der von Jahr zu Jahr grüner wird. Das liegt selten am Stein. Meist bleibt die Fläche einfach zu oft und zu lange feucht. PowerClean Hauer aus Meckenheim sieht das seit 2006 auf Höfen, Wegen und Einfahrten zwischen Bonn, Köln und dem Kreis Ahrweiler.

Hier lesen Sie, was gegen den grünen Film hilft und wie Sie Grünbelag entfernen, ohne den Stein zu beschädigen. Wie sich Algen, Moos und Flechten unterscheiden, erklären wir in einem eigenen Beitrag.

Woran Sie Algenbelag auf dem Pflaster erkennen

Algen fangen selten mitten auf der Fläche an. Zuerst zeigt sich ein grüner Saum an den Steinkanten, also dort, wo die Fuge Wasser hält. Von da aus zieht sich ein feiner Film über den Stein, im Sommer graugrün und stumpf, nach Regentagen grün und schmierig.

Ein einfacher Test: Reiben Sie mit einem feuchten Papiertuch kräftig über die Stelle. Färbt sich das Tuch grün, sind es Algen. Auch dunkle, fast schwarze Beläge auf schattigem Pflaster stammen oft von Algen oder Cyanobakterien.

Rutschig wird es zuerst auf Stufen und Rampen

Der Film ist dünn, wirkt bei Nässe aber wie Seife. Tückisch sind Stufen, die Garagenrampe und der Weg zur Mülltonne, den man im Dunkeln geht.

Warum Algen gerade auf Ihrem Pflaster wachsen

Algensporen fliegen überall herum. Ob sie anwachsen, entscheidet vor allem, wie lange der Stein nach Regen nass bleibt.

Schatten und Nordseite

Der Streifen zwischen Garage und Nachbargrundstück, der Stellplatz hinter der hohen Hecke, der Hauszugang nach Norden: Während die Südseite nach einem Schauer längst trocken ist, glänzen diese Ecken noch stundenlang. Dort beginnt der grüne Saum, und dort ist er nach einer Reinigung als Erstes wieder zu sehen.

Bäume liefern mehr als Schatten

Laub, Blüten und Pollen bleiben auf den Steinen liegen und dienen als Nährstoff. Unter Linden und manchen Ahornarten tropft im Sommer außerdem klebriger Honigtau von Blattläusen auf das Pflaster. Daran bleibt Staub haften, Rußtaupilze färben den Film dunkel, und Algen haben leichtes Spiel.

Gefälle, Mulden und Fallrohre

Mit den Jahren sacken einzelne Steine ab, vor allem in den Fahrspuren. In diesen Mulden steht nach jedem Regen eine flache Pfütze, und dort wird es zuerst grün. Dasselbe passiert, wo ein Fallrohr direkt auf den Weg entwässert oder der Rasensprenger die Platten mitgießt.

Fugen als Wasserspeicher

Sandfugen halten Feuchtigkeit wie ein Docht, und mit der Zeit sammeln sich darin Erde, Pollen und feiner Abrieb. Je voller die Fugen, desto länger bleibt die Steinkante nass. Raues, ausgewaschenes Betonpflaster hält Wasser außerdem länger fest als glatter Klinker.

Betonplatten mit vermoosten Fugen in Leverkusen nach der Heißwasserreinigung durch PowerClean HauerBetonplatten mit vermoosten Fugen in Leverkusen vor der Reinigung
Betonplatten mit vermoosten Fugen in Leverkusen. Regler nach links ziehen für nachher, nach rechts für vorher.

Bei den Betonplatten in Leverkusen saß der Bewuchs vor allem in den Fugen. Was dort nach der Reinigung offen bleibt, füllt sich schnell mit neuem Material, deshalb sanden wir nach oder verfugen auf Wunsch neu.

Was Sie selbst gegen den Grünbelag tun können

Bei kleinen Flächen und frischem Belag kommen Sie mit einfachen Mitteln weit:

  • Mit warmem Wasser, etwas Schmierseife und einem harten Schrubber arbeiten, danach klar nachspülen.
  • Einzelne Stellen und Fugen mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen, mit Vorsicht für Füße und Beete.
  • Abgesackte Steine nachrichten lassen, damit keine Pfützen mehr stehen.
  • Fallrohre und Rasensprenger so ausrichten, dass kein Wasser über den Weg läuft.

Ein Mittel aus dem Fachhandel sollte zu Ihrem Stein passen und nur für den Zweck dienen, der auf dem Etikett steht.

Salz, Essig und der Strahl aus nächster Nähe: lieber nicht

Salz und Essig gehören nicht auf Wege und Einfahrten

Salz zieht mit dem Regen in Fugen und Boden, schädigt die Pflanzen am Rand und kann Beton und Naturstein zusetzen, vor allem wenn Frost dazukommt. Essig ist eine Säure, die den Zement in Fugen und Betonsteinen angreift und auf kalkhaltigem Naturstein matte Stellen hinterlässt. Und weil sich an Schatten und Feuchtigkeit nichts ändert, sind die Algen bald zurück.

Dazu kommt das Recht. Die Pflanzenschutzbehörden der Länder weisen darauf hin, dass Salz, Haushaltsreiniger und ähnliche Mittel auf befestigten Flächen wie Wegen, Höfen und Einfahrten nicht gegen Bewuchs eingesetzt werden dürfen. Auch Essig ist dort nicht ohne Weiteres erlaubt, Verstöße können ein Bußgeld nach sich ziehen. Empfohlen werden mechanische und thermische Verfahren, im Zweifel gibt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Auskunft.

Mit der Lanze ganz nah an den Stein

So dicht heran, bis der Stein hell wird: Das wirkt wie ein Erfolg. Ein harter Punktstrahl aus wenigen Zentimetern trägt aber die oberste Schicht des Betonsteins ab und reißt Sand aus den Fugen. Übrig bleibt eine raue Oberfläche, die mehr Wasser aufnimmt und dem nächsten Belag besten Halt bietet.

Wann sich Heißwasser vom Fachbetrieb lohnt

Ist die ganze Einfahrt grün, werden Stufen bei Regen glatt oder ist der Belag wenige Wochen nach dem Schrubben zurück, reichen Bürste und Wasserkocher nicht mehr. Dann sitzen die Algen tief in Poren und Fugenflanken.

Was dann hilft, ist Wärme. PowerClean Hauer reinigt jede Fläche mit Heißwasser, und auf Pflaster zahlt sich das aus: Die Wärme weicht den Algenfilm auf und setzt ihm deutlich stärker zu als kaltes Wasser, sodass er sich auch aus rauen Oberflächen löst. Weil das warme Wasser einen Teil der Arbeit übernimmt, genügt weniger Druck. Das schont Kanten und Fugen, oft reicht ein milderer Reiniger, und das Pflaster trocknet danach spürbar schneller ab. Auf der freien Fläche läuft der Flächenreiniger mit seiner geschlossenen Haube, Kanten und Stufen folgen von Hand.

Technik und Ablauf beschreibt die Seite zur Heißwasser-Hochdruckreinigung für Pflasterflächen. Warum Wärme mehr bringt als immer mehr Druck, steht im Ratgeber Heißwasser statt nur Hochdruck.

Probereinigung auf vermoostem Pflaster als Musterfläche
Probereinigung auf vermoostem Pflaster als Musterfläche.

Wenn Sie das Ergebnis vorher sehen möchten, legen wir kostenlos eine Musterfläche an, wie hier auf vermoostem Pflaster. Das schriftliche Angebot mit Festpreis schicken wir Ihnen meist binnen 48 Stunden. Wer sein Pflaster reinigen lassen möchte, findet alles Weitere zur Pflasterreinigung durch PowerClean Hauer.

Imprägnieren bremst den Belag, verhindert ihn aber nicht

Direkt nach der Reinigung passt eine Imprägnierung, die manche Kunden Versiegelung nennen. Unsere Tiefenimprägnierung auf Siloxan-Basis dringt in die Poren, lässt Regen abperlen und hinterlässt keinen glänzenden Film. Algen finden dann schlechtere Bedingungen.

Dafür muss der Stein sauber und vollständig trocken sein. Ehrlich gesagt verlängert eine Imprägnierung vor allem die Zeit bis zur nächsten Reinigung. Algen kommen trotzdem irgendwann wieder, und die Schutzwirkung wird mit den Jahren schwächer. Ob sich das rechnet, lesen Sie im Beitrag darüber, wann sich eine Imprägnierung für Pflaster lohnt.

Wie schnell der grüne Film zurückkommt

Eine feste Frist kann Ihnen niemand seriös nennen. Auf einer sonnigen Einfahrt vergehen oft Jahre bis zum nächsten grünen Schimmer, im schattigen Durchgang unter Bäumen reicht manchmal ein feuchter Winter. Fegen, Wasser ableiten und kleine Stellen früh abschrubben verlängert den Abstand.

Häufige Fragen zu Algen auf Pflaster

Ist der grüne Belag nur ein Schönheitsfehler?

Das größere Problem ist die Rutschgefahr bei Nässe. Dem Stein schadet ein dünner Algenfilm kaum, er hält die Oberfläche aber feucht und bereitet Moos den Boden.

Schadet das heiße Wasser den Fugen oder den Pflanzen am Rand?

Den Fugen weniger als ein kalter, harter Strahl, weil wir mit geringerem Druck arbeiten. Lockerer Sand kommt trotzdem heraus, den füllen wir nach. Beete am Pflasterrand schützen wir bei Bedarf.

Reicht es, nur die grünen Ränder reinigen zu lassen?

Möglich ist das, man sieht danach aber meist, wo gereinigt wurde. Wer die Einfahrt reinigen lässt, fährt deshalb besser, wenn alles in einem Durchgang drankommt.

Zu welcher Jahreszeit sollte ich Algen entfernen lassen?

Bei frostfreiem Wetter geht es fast das ganze Jahr. Soll anschließend imprägniert werden, muss der Stein erst trocken sein, und kurz nach dem Auftragen sollte es nicht regnen. Mehr dazu im Ratgeber zur passenden Jahreszeit für die Reinigung.

Quellen

  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Merkblatt Unkrautbekämpfungsmittel, grundsätzliches Verbot auf befestigten Wegen und Plätzen (2022), lfl.bayern.de
  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt: Hinweise zu Salz und Grünbelagsentfernern auf Nichtkulturland (April 2024)
Franz Hauer, Autor dieses Ratgebers

Geschrieben von Franz Hauer

Inhaber von PowerClean Hauer

Franz Hauer reinigt seit 2006 Außenflächen im Rheinland und schreibt hier auf, was er dabei Tag für Tag lernt. Fragen zu Ihrer eigenen Fläche? Schreiben Sie ihm oder lesen Sie mehr über den Autor.

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