Fugenarbeiten sind bei vielen Flächen der Teil, der über die Haltbarkeit entscheidet. Eine frisch gereinigte Einfahrt sieht nur kurz gut aus, wenn die Fugen danach leer oder voller Wurzeln sind. PowerClean Hauer räumt alte Fugen aus und verfugt Pflaster, Terrassenplatten und Natursteinwege neu, in Bonn, Meckenheim, im Rhein-Sieg-Kreis und darüber hinaus. Je nach Fläche nehmen wir Fugensand, Brechsand oder einen wasserdurchlässigen Fugenmörtel auf Kunstharzbasis. Welches Material passt, hängt von Stein, Verlegung und Nutzung ab, nicht von dem, was gerade im Angebot ist.
Warum Unkraut in Fugen immer wiederkommt
Eine Sandfuge ist für Pflanzen ein idealer Ort. Der Sand hält Feuchtigkeit, zwischen den Steinen ist es geschützt, und mit der Zeit sammeln sich Staub, Blütenreste und zerriebenes Laub darin. Daraus entsteht eine dünne Humusschicht, in der Samen keimen, die der Wind hineinträgt. Moos folgt dort, wo es schattig ist.
Dazu kommt, dass Sandfugen langsam leerer werden. Regen, Kehrbesen, Laubbläser und auch jede Reinigung tragen etwas Sand ab. In tiefen, halbleeren Fugen ist es noch feuchter und geschützter. Auch Ameisen holen Sand aus den Fugen und schichten ihn auf den Steinen auf.


Wer das Unkraut nur oben abschneidet oder abflammt, sieht es nach ein paar Wochen wieder, weil die Wurzel in der Fuge bleibt. Spürbar besser wird es nur, wenn das Material mit den Wurzeln herauskommt und die Fuge danach wieder dicht gefüllt wird.
Fugen ausräumen: der aufwendigste Teil der Arbeit
Das neue Fugenmaterial hält nur so gut, wie die alte Fuge ausgeräumt wurde. Bei Sandfugen holen wir das alte Material mit heißem Wasser, Druck und einer speziellen Fugendüse heraus, bei verfestigten Fugen zusätzlich mit Fugenkratzer und Bürste. Alte Zementfugen, die gerissen oder hohl sind, werden mechanisch entfernt.
Wie tief ausgeräumt werden muss, gibt der Hersteller des neuen Fugenmaterials vor. Gerade bei Kunstharzfugen ist das wichtig, denn eine zu flache Fuge bricht unter Last schneller aus. Dabei achten wir darauf, die Bettung unter den Steinen nicht auszuspülen, damit nichts absackt. Meist reinigen wir die Fläche im selben Zug; wie das bei Einfahrten und Wegen läuft, steht auf der Seite zur Steinreinigung.
Heißwasser beim Ausräumen: Wurzeln und Moos lösen sich leichter
Auch bei Fugenarbeiten setzen wir Heißwasser ein, und zwar schon beim Ausräumen. In einer alten Sandfuge steckt meist ein Geflecht aus Moos, Feinwurzeln und Humus, das von Biofilm zusammengehalten wird. Warmes Wasser weicht diese Masse auf. Sie lässt sich dann mit weniger Druck aus der Fuge spülen, und die Bettung unter den Steinen bleibt eher, wo sie ist. Bei alten Wegen mit lockeren Randsteinen macht das einen spürbaren Unterschied.
Für das neue Fugenmaterial zählt vor allem, dass die Flanken der Steine sauber sind. Ein schmieriger Belag an den Seiten würde verhindern, dass ein Kunstharzmörtel gut anhaftet, und heißes Wasser nimmt diesen Belag gründlicher mit als kaltes. Auf Natursteinwegen und bei weichen Steinen stellen wir Temperatur und Druck auf das Material ein. Wie feucht oder trocken die Fläche beim Einschlämmen sein darf, gibt der Hersteller des Fugenmörtels vor. Mehr über das Verfahren lesen Sie unter Heißwasser für Pflasterfugen.
Welches Fugenmaterial wohin passt
Fugensand und Brechsand
Die einfachste und günstigste Lösung. Sand bleibt flexibel und wasserdurchlässig, die Steine können sich leicht bewegen, ohne dass etwas reißt. Der Nachteil: Er wird mit der Zeit ausgetragen und muss nachgefüllt werden, und Unkraut findet darin wieder Halt. Es gibt Fugensande, die das Keimen erschweren sollen. Sie bremsen den Bewuchs, verhindern ihn aber nicht vollständig.
Kunstharzfuge: fest und trotzdem wasserdurchlässig
Ein Fugenmörtel auf Kunstharzbasis besteht aus Quarzsand, dessen Körner mit Harz umhüllt sind. Beim Aushärten verkleben sie nur an den Berührungspunkten. Zwischen den Körnern bleiben Hohlräume, durch die Wasser abläuft. Die Fuge ist also fest, aber nicht dicht. Damit das Regenwasser tatsächlich versickert, muss auch der Unterbau Wasser aufnehmen können.
Weil die Fuge fest ist, können Kehrmaschine und Laubbläser ihr wenig anhaben, und Samen finden kaum Erde zum Keimen. Wir arbeiten mit Markenprodukten, unter anderem von Romex. Je nach Produkt gibt es verschiedene Farbtöne, sodass die Fuge zu Stein und Umgebung passt.


Zementgebundener Fugenmörtel
Klassischer Zementmörtel ist hart und dicht, lässt aber kein Wasser durch. Er passt zu Flächen, die selbst in einem Mörtelbett liegen, etwa vielen Polygonalplatten. Auf Pflaster in Sand oder Splitt dagegen reißt er, sobald sich die Steine minimal bewegen. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber Fugenmaterial im Vergleich.
Wann eine Kunstharzfuge hält und wann nicht
Eine Kunstharzfuge ist kein Allheilmittel. Sie hält auf Dauer nur, wenn ein paar Voraussetzungen stimmen, und die prüfen wir vorher:
- Die Fugen haben die Mindestbreite und Mindesttiefe, die der Hersteller verlangt.
- Die Fläche liegt stabil. Wackelnde oder abgesackte Steine bekommen auch mit fester Fuge keinen Halt und brechen die Fuge wieder auf.
- Die Belastung passt zum Produkt. Für befahrene Einfahrten gibt es eigene, belastbarere Mörtel.
- Das Wetter spielt mit. Kunstharzmörtel braucht zum Aushärten eine gewisse Zeit ohne Starkregen und Frost. Wenn die Vorhersage nicht passt, verschieben wir lieber, als eine Fuge zu riskieren.
Sehr schmale Fugen, wie sie bei manchem Betonpflaster mit Abstandshaltern vorkommen, eignen sich oft nicht für Kunstharz. Dann ist ein guter Fugensand die ehrlichere Lösung.
Vorher
NachherSie möchten wissen, was bei Ihrer Fläche möglich ist?Schicken Sie uns ein Foto oder rufen Sie kurz an. Auf Wunsch reinigen wir vorab eine Musterfläche.
Angebot anfordernWas Sie nach dem Verfugen erwarten können
In den ersten Wochen nach dem Einschlämmen lösen sich oft noch einzelne Krümel des Fugenmaterials von der Oberfläche. Laut Herstellern treten sich diese Rückstände in einigen Wochen ab, oder sie lassen sich wegfegen. Ein leichter Schleier auf den Steinen verschwindet ebenfalls mit der Zeit.
Auch eine feste Fuge ist kein Garant für eine Fläche ohne jeden Halm. An einzelnen Stellen kann wieder etwas keimen, meist dort, wo sich Staub und Erde auf der Fuge sammeln oder an Rändern zu Beeten und Rasen. Das ist aber nicht zu vergleichen mit dem Bewuchs in einer offenen Sandfuge, und es lässt sich mit dem Besen gut in Schach halten.
Verfugen lassen sich auch Terrassen und Natursteinflächen. Wie die Platten vorher gereinigt werden, beschreiben die Seiten zur Reinigung von Terrassen und zur Natursteinreinigung von Polygonalplatten und Sandstein.
Fugenarbeiten in Siegburg, Sankt Augustin, Meckenheim und Umgebung
Ausgewaschene Sandfugen und vermooste Plattenfugen sehen wir in der ganzen Region, von Meckenheim und Rheinbach über Bonn bis nach Siegburg, Sankt Augustin, Euskirchen und Leverkusen. Besonders oft betroffen sind Terrassen und Wege, die viel Schatten bekommen, und Einfahrten, die über Jahre mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt wurden, ohne dass die Fugen wieder gefüllt wurden.


Informationen zu den einzelnen Orten finden Sie bei der Steinreinigung in Siegburg, der Steinreinigung in Sankt Augustin und der Steinreinigung in Meckenheim.
So läuft ein Auftrag ab
Wir fangen mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme an: Wie breit und wie tief sind die Fugen, liegen die Steine fest, wie wird die Fläche genutzt? Daraus ergibt sich, ob Sand oder Kunstharz sinnvoll ist. Manchmal reicht es, nach einer Reinigung neu zu sanden. Das sagen wir dann auch so.
Das schriftliche Angebot folgt meist binnen 48 Stunden nach dem Termin vor Ort. Der Termin wird nach dem Wetterbericht geplant, denn Kunstharzfugen brauchen trockenes Wetter. Am Arbeitstag reinigen wir die Fläche, räumen die Fugen aus, füllen das neue Material ein und kehren die Reste ab. Danach sollte die Fläche so lange geschont werden, wie es der Hersteller angibt, bevor wieder Autos darauf fahren.
Häufige Fragen zu Fugenarbeiten
Kann ich die Kunstharzfuge auch auf mein altes Pflaster aufbringen, ohne die Fugen auszuräumen?
Nein. Das Material braucht eine bestimmte Tiefe, um zu halten. Wird es nur oben auf alten Sand gestrichen, bricht es schnell aus. Das Ausräumen ist der wichtigste Arbeitsschritt.
Ist eine Kunstharzfuge wirklich wasserdurchlässig?
Ja, das Wasser läuft durch die Poren zwischen den verklebten Sandkörnern ab. Das funktioniert aber nur, wenn der Untergrund darunter das Wasser aufnehmen kann. Bei einem dichten Betonuntergrund klären wir die Entwässerung vorher.
Wie lange hält eine neue Fuge?
Das hängt vom Material, der Belastung und der Pflege ab. Feste Fugen halten in der Regel deutlich länger als Sandfugen, die regelmäßig nachgefüllt werden müssen. Eine feste Zahl nennen wir nicht, weil sie zu viele Annahmen enthalten würde.
Kann ich nach dem Verfugen sofort wieder auf die Fläche?
Zu Fuß meist nach kurzer Zeit, mit dem Auto erst später. Die genauen Zeiten stehen in den Angaben des Herstellers und hängen vom Wetter ab. Wir sagen Ihnen am Arbeitstag, ab wann Sie die Fläche wieder normal nutzen können.
Lohnen sich Fugenarbeiten auch bei Natursteinpflaster und Kopfsteinpflaster?
Gerade dort. Natursteinpflaster hat oft breite, unregelmäßige Fugen, in denen Sand schnell ausgetragen wird. Eine feste Fuge gibt den Steinen Halt und macht die Fläche leichter begehbar und einfacher zu kehren.
